Zahlungsweg im Dossier
Giropay im Online-Casino: Ablauf, Grenzen, offener Status
Zahlen direkt aus dem Onlinebanking, ohne einen dritten Dienstleister zwischen Bank und Händler: Das war die Idee hinter diesem Verfahren, und für viele in Deutschland war es der vertrauteste Weg überhaupt. Diese Akte beschreibt, wie es funktioniert — und weist an einer Stelle ausdrücklich eine Lücke aus.
- Freigabe im Onlinebanking
- Nur Einzahlung
- Kein Konto bei Dritten
- Status offen
Vorbemerkung zum Status. Die deutsche Kreditwirtschaft hat den Ausstieg aus diesem Bezahlverfahren angekündigt und setzt stattdessen auf eine europäische Nachfolgelösung. Wie weit die Abschaltung fortgeschritten ist, welche Institute den Weg heute noch anbieten und ob einzelne Casinos ihn im Kassenbereich noch führen, haben wir nicht abschließend geprüft. Diese Angaben stehen in dieser Akte deshalb als offen. Was folgt, beschreibt Aufbau und Eigenschaften des Verfahrens — nicht eine Zusage, dass es dir heute zur Verfügung steht. Verlass dich ausschließlich auf das, was im Kassenbereich deines Anbieters tatsächlich auswählbar ist.
Wie das Verfahren aufgebaut ist
Die Konstruktion ist schlank und der Grund, warum das Verfahren in Deutschland so verbreitet war. Du wählst im Kassenbereich den Weg aus und gibst deine Bankleitzahl oder den Namen deines Instituts an. Danach landest du in der Anmeldemaske deiner eigenen Bank. Dort liegt bereits eine ausgefüllte Überweisung: Empfänger, Betrag und Verwendungszweck sind vorgegeben, geändert werden kann daran nichts. Du gibst sie mit dem Verfahren frei, das deine Bank ohnehin verwendet.
Der Händler erhält daraufhin eine sofortige Bestätigung, dass die Zahlung ausgeführt wurde und gedeckt ist. Beim Casino heißt das: Das Guthaben steht direkt auf dem Spielerkonto, obwohl im Hintergrund eine gewöhnliche Überweisung läuft, die den üblichen Bankweg nimmt.
Bemerkenswert ist, was dabei nicht passiert. Du legst kein Konto bei einem Zahlungsdienstleister an. Du hinterlegst keine Kartennummer. Deine Zugangsdaten gibst du ausschließlich auf der Seite deiner eigenen Bank ein, nicht in einem Formular des Händlers. Für viele war genau das der Grund, diesen Weg allen anderen vorzuziehen.
Beträge und Grenzen
Eine eigene Betragsgrenze bringt das Verfahren nicht mit. Wirksam ist das Überweisungslimit, das deine Bank für dich führt — Tageslimit, gegebenenfalls Wochenlimit, und die Grenzen des jeweiligen Freigabeverfahrens. Wer regelmäßig größere Beträge bewegt, findet die maßgeblichen Werte im eigenen Onlinebanking, nicht auf der Seite des Casinos.
Dazu kommen die Vorgaben des Betreibers: Mindest- und Höchstbetrag pro Einzahlung sowie die Frage, ob ein Bonus über diesen Weg aktivierbar ist. Beides steht im Kassenbereich beziehungsweise in den Bonusbedingungen und unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Wir tragen es pro Akte ein, sobald wir es gesehen haben.
Eine Einschränkung ist struktureller Natur: Das Verfahren war auf den deutschen Markt zugeschnitten und setzte ein Girokonto bei einem teilnehmenden Institut voraus. Internationale Casinos führen deshalb, wenn überhaupt, meist zusätzlich eine gewöhnliche Überweisung, die ohne Sonderverfahren auskommt.
Einzahlung ja, Auszahlung nein
Das Verfahren kennt nur eine Richtung: von dir zum Händler. Eine Auszahlung darüber gibt es nicht und gab es nie. Gewinne kommen als normale Überweisung auf dein Konto, angestoßen vom Betreiber.
Praktisch ist das weniger unangenehm als bei anderen Wegen ohne Rückkanal, weil Ziel und Quelle dasselbe Konto sind: Das Geld kommt dorthin zurück, von wo es losgeschickt wurde. Die Verifizierung entfällt dadurch trotzdem nicht. Vor der ersten Auszahlung verlangt jeder ernsthafte Anbieter Ausweis, Adressnachweis und häufig einen Beleg für das Zielkonto. Wer diese Unterlagen früh einreicht, wartet später kürzer.
Kosten und Privatsphäre
Für Zahlende fiel bei diesem Verfahren üblicherweise keine eigene Gebühr an — abgerechnet wurde auf Händlerseite. Ob ein Casino einen Aufschlag auf bestimmte Einzahlungswege legt, ist eine Frage an dessen Kassenbereich und gehört vor der ersten Einzahlung geprüft. Fremdwährungskosten entstehen dann, wenn das Spielerkonto nicht in Euro geführt wird.
Bei der Privatsphäre gilt das Gegenteil dessen, was bei einer Guthabenkarte gilt. Die Zahlung ist eine Überweisung von deinem Konto und erscheint als solche auf dem Kontoauszug, mit Empfänger und Verwendungszweck. Wer Buchungen an Glücksspielanbieter nicht auf dem Auszug stehen haben möchte, ist mit diesem Weg an der falschen Stelle. Umgekehrt hat das einen Vorteil: Die Zahlungsspur ist vollständig und im Streitfall belegbar, was bei Reklamationen hilft.
Vor- und Nachteile
Spricht dafür
- Zugangsdaten werden ausschließlich bei der eigenen Bank eingegeben
- Kein zusätzliches Konto bei einem Zahlungsdienstleister
- Keine Kartendaten im Umlauf
- Sofortige Gutschrift trotz Überweisung im Hintergrund
- Vollständige, belegbare Zahlungsspur
Spricht dagegen
- Betriebsstatus des Verfahrens ist offen — siehe Vorbemerkung
- Keine Auszahlung möglich
- Setzt ein Girokonto bei einem teilnehmenden Institut voraus
- Bei internationalen Anbietern selten im Kassenbereich
- Buchung bleibt auf dem Kontoauszug sichtbar
- Limit hängt am Überweisungsrahmen der Bank
Wenn der Weg nicht auswählbar ist
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Kassenbereich statt Startseite prüfen
Symbolleisten im Fußbereich einer Casinoseite sind Werbeflächen und häufig veraltet. Verbindlich ist nur, was nach dem Einloggen im Kassenbereich tatsächlich anklickbar ist. Ein Logo ohne auswählbare Schaltfläche gilt für uns als nicht verfügbar.
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Teilnahme der eigenen Bank klären
Nicht jedes Institut unterstützt jedes Verfahren, und der Kreis der Teilnehmer verändert sich. Die verlässliche Auskunft gibt deine Bank, nicht das Casino.
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Beim Abbruch nicht sofort neu starten
Bricht die Weiterleitung mittendrin ab, prüfe erst im Onlinebanking, ob die Überweisung bereits ausgeführt wurde. Ein zweiter Versuch kann sonst zu einer doppelten Belastung führen, die sich nur über den Support wieder auflösen lässt.
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Auf einen anderen Weg ausweichen
Fehlt der Eintrag dauerhaft, bleiben die gewöhnliche Überweisung, Karte, eine Wallet-Zahlung oder eine Guthabenkarte. Welche Wege ein bestimmter Anbieter führt, steht in dessen Akte.
Casinos mit diesem Zahlungsweg
Für keines der Häuser im Dossier liegt uns eine eigene Aufnahme vor, die diesen Zahlungsweg im Kassenbereich zeigt. Angesichts des offenen Betriebsstatus von Giropay wäre eine abgeschriebene Liste hier besonders wenig wert. Ein Logo im Footer zählt für uns nicht als Nachweis — eingetragen wird ein Anbieter erst, wenn wir die Methode im Kassenbereich selbst gesehen haben. Wie wir dabei vorgehen, steht in der Methodik.
Andere Zahlungswege im Dossier
Paysafecard
Guthabenkarte mit sechzehnstelliger PIN. Schnell beim Einzahlen, für die Auszahlung praktisch nicht zu gebrauchen.
Apple Pay
Zahlung aus der Wallet, ohne die Kartennummer an den Betreiber zu geben. Gutschrift sofort, Rückweg ebenfalls verbaut.
Methodik
Wie wir Zahlungswege prüfen, was in eine Akte kommt und warum offene Punkte offen bleiben.
Häufige Fragen
Kann ich heute noch per Giropay im Casino einzahlen?
Das können wir nicht allgemein zusagen. Die deutsche Kreditwirtschaft hat den Ausstieg aus dem Verfahren angekündigt, den genauen Ablauf und den heutigen Betriebsstand haben wir nicht abschließend geprüft. Maßgeblich ist, ob der Weg im Kassenbereich deines Casinos tatsächlich auswählbar ist und ob deine Bank ihn noch unterstützt.
Wie lief die Zahlung ab?
Nach Auswahl im Kassenbereich wurdest du zur Anmeldemaske deiner Bank geleitet. Dort hast du eine vorausgefüllte Überweisung mit dem üblichen Verfahren deiner Bank freigegeben. Der Händler bekam eine sofortige Zahlungsbestätigung, das Guthaben stand direkt auf dem Spielerkonto.
Konnte man sich damit Gewinne auszahlen lassen?
Nein. Das Verfahren war auf die Zahlungsrichtung zum Händler ausgelegt. Auszahlungen liefen als gewöhnliche Überweisung auf dein Konto — mit dem Verfahren selbst hatte das nichts zu tun.
Was kostete die Nutzung?
Für Zahlende fiel üblicherweise keine eigene Gebühr an; abgerechnet wurde auf Händlerseite. Ob ein Casino einen Aufschlag verlangte, stand in dessen Kassenbereich.
Was nutze ich stattdessen?
Wenn der Weg im Kassenbereich fehlt, bleiben die gewöhnliche Überweisung, Karte, Wallet-Zahlung oder eine Guthabenkarte. Welche Wege ein bestimmter Anbieter führt, tragen wir in die jeweilige Akte ein.
Warum steht in dieser Akte so viel im Konjunktiv?
Weil wir den Betriebsstatus des Verfahrens nicht belegen können und ihn deshalb nicht behaupten. Das ist dieselbe Regel wie überall auf dieser Seite: Was wir nicht zeigen können, bleibt offen. Nachzulesen in der Methodik.
Redaktion Casinoakte Wir legen Dossiers zu internationalen Online-Casinos an und halten sie aktuell. Angaben stehen nur dann in einer Akte, wenn wir sie belegen können — was offen ist, steht als offen. Mehr zur Arbeitsweise unter Methodik.